Krafttraining

Mit  gesundheitsorientiertem  Krafttraining kann  das muskuloskelettale System geschützt und die Mobilität im hohen Alter verbessert, sowie  Verschleißerkrankungen  vorgebeugt werden.

Der Nutzen eines regelmäßig betriebenen Krafttrainings wird heute im Fitness- und Gesundheitssport unumstritten anerkannt. Insbesondere ältere Menschen profitieren von einem Krafttraining. Krafttraining stellt eine effektive Maßnahme dar, um den altersbedingten Rückgang an Muskelmasse zu kompensieren [7]. Die mit einem Krafttraining verbundenen Kraftsteigerungen erhalten bei älteren Menschen die Mobilität und somit die Fähigkeit, sich im Alltag selbst zu versorgen. Neben seiner Bedeutung zur Prävention von Rückenbeschwerden [3], hat Krafttraining einen bedeutenden Einfluss auf die Knochendichte und Knochenmineralisierung und somit eine präventive Wirkung im Hinblick auf Osteoporose [6]. Über die Wirkungen auf orthopädische Risikofaktoren hinaus, gelten auch die kardioprotektiven Wirkungen eines gesundheitsorientierten Krafttrainings als gesichert [1]. Diesbezüglich sind nicht nur die direkt messbaren Effekte an Herz-Kreislauf-Parametern von Bedeutung, sondern auch die Fähigkeit, Alltagsbelastungen durch ein erhöhtes Kraftniveau ohne größere Blutdruck- und Herzfrequenzspitzen bewältigen zu können. Durch verschiedene Adaptationen kann ein Krafttraining sogar eine Senkung des erhöhten Blutdrucks bewirken [4]. Krafttraining kann sich auch über die Veränderung der Körperkomposition positiv auf die Gesundheit auswirken [8]. Des Weiteren führt Krafttraining zu einer Verbesserung der Insulinsensitivität der Muskelzellen und kann somit als effektive Maßnahme zur Prävention von Typ-II-Diabetes angesehen werden [5]. Im Kontext einer Diät ist Krafttraining eine effektive Maßnahme zur Minimierung des Muskelmasseverlustes bei negativer Gesamtkalorienbilanz [2]. Ein regelmäßig durchgeführtes Krafttraining dient auch dazu, das einmal reduzierte Körpergewicht langfristig zu stabilisieren.

Zusammenfassend kann das Krafttraining aufgrund seiner Effekte als bedeutende präventive Interventionsmaßnahme angesehen werden. Insbesondere ein gerätegestütztes Krafttraining an Maschinen oder mit freien Gewichten bietet eine ideale Möglichkeit zur individuellen Belastungsdosierung. Fitness-Anlagen mit einem modernen Krafttrainingsgerätepark und  fachkundiger Anleitung verfügen folglich über eine optimale Infrastruktur zur Umsetzung eines gesundheitsorientierten Krafttrainings.

Quellen

[1] Feiereisen et al. (2007). Is strength training the more efficient training modality in chronic heart failure? Medicine and Science in Sports and Exercise, 39 (11), 1910-1917.

[2] Hunter, G.R. et al. (2008). Resistance training conserves fat-free mass and resting energy expenditure following weight loss. Obesity, 16 (5),1045-1051.

[3] Jackson, J.K. et al. (2011). The influence of periodized resistance training on recreationally active males with chronic nonspecific low back pain. Journal of Strength and Conditioning Research, 25 (1), 242-251.

[4] Kelly, G.A. & Kelly, K.S. (2000). Progressive resistance exercise and resting blood pressure: A meta-analysis of randomized controlled trials. Hypertension, 35 (3), 838-843.

[5] König, D. et al. (2011). Krafttraining bei Diabetes mellitus Typ 2. Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin, 62 (1), 5-9.

[6] Martyn-St. James, M. & Carroll, S. (2008). A meta-analysis of impact exercise on postmenopausal bone loss: the case for mixed loading exercise programmes. British Journal of Sports Medicine, 43 (12), 898-908.

[7] Mayer, F. et al. (2011). Intensität und Effekte von Krafttraining bei Älteren. Deutsches Ärzteblatt, 108 (21), 359-364.

[8] Peterson, M.D. et al. (2011). Influence of resistance exercise on lean body mass in aging adults: A meta-analysis. Medicine and Science in Sports and Exercise, 43 (2), 249-258.