Ausdauertraining

Ein regelmäßig betriebenes Ausdauertraining hat eine große kardioprotektive Wirkung  wie z. B. die Verminderung des Herzinfarkt- und Schlaganfallrisikos und beugt Stoffwechselerkrankungen vor.

Die gesundheitsfördernden Anpassungserscheinungen an ein regelmäßig betriebenes Ausdauertraining sind mannigfaltig. Der wichtigste und zentrale Effekt eines regelmäßigen Ausdauertrainings ist dessen kardioprotektive Wirkung. Ausdauertrainierte Personen haben im Vergleich zu Inaktiven ein vermindertes Risiko, vorzeitig zu sterben. Insbesondere das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko wird durch Ausdauertraining deutlich gesenkt [6]. Durch die blutdrucksenkende Wirkung kommt dem Ausdauertraining bei der Prävention und Therapie des Bluthochdrucks ein hoher Stellenwert zu [1]. Ausdauertraining hat zudem einen günstigen Effekt auf die Blutzuckerlage bei Typ-II-Diabetikern [2]. Die Aufnahme von Blutzucker in die Muskulatur wird gefördert und der Blutzuckerspiegel dadurch gesenkt. Auch das erhöhte Sterberisiko von Diabetikern kann deutlich gesenkt werden. Personen mit Fettstoffwechselstörungen können durch ein regelmäßiges Ausdauertraining einen Anstieg des gefäßschonenden HDL-Cholesterins sowie eine Absenkung des gefäßschädigenden LDL-Cholesterins erzielen [5]. Ausdauertraining unterstützt eine Gewichtsreduktion im Sinne einer Körperfettreduktion [7]. Es kann sowohl das Unterhautfett als auch das risikoerhöhende Bauchraumfett reduzieren. Ausdauertraining hat nachgewiesenermaßen eine gewisse Schutzwirkung vor bestimmten Krebsarten. Die schützende Wirkung betrifft vor allem das Darmkrebs- und das Brustkrebsrisiko [8]. Regelmäßiges Ausdauertraining bietet außerdem einen gewissen Schutz vor Stress. Durch den Abbau überschüssiger Energie hilft es, akute körperliche und psychische Stressreaktionen zu beseitigen. So zeigen ausdauertrainierte Personen im Vergleich zu Untrainierten in Stresssituationen weniger körperliche Stresssymptome [3]. Regelmäßiges Ausdauertraining steigert zudem die Gehirndurchblutung. Stoffwechselprozesse im Gehirn werden optimiert, das Wachstum neuer Nervenzellen wird gefördert. Dadurch verbessern sich Lern- und Denkvermögen sowie die Gedächtnisleistung [4].

Das Ausdauertrainingsangebot in modernen Fitness-Anlagen ist sehr vielfältig. Neben dem Ergometertraining bietet der Bereich Gruppentraining sowie Outdoor-Aktivitäten viele Facetten für ein gesundheitsorientiertes Ausdauertraining mit individuell dosierten Trainingsintensitäten.

Quellen

[1] ACSM – American College of Sports Medicine (2010). Exercise and Type 2 Diabetes: American College of Sports Medicine and the American Diabetes Association: Joint Position Statement. Medicine and Science in Sports and Exercise, 42 (12), 2282-2303.

[2] Boule, N. et al. (2001). Effects of exercise on glycemic control and body mass in typ 2 diabetes mellitus. A meta-analysis of controlled clinical trials. Journal of the American Medical Association, 286 (10), 1218-1227.

[3] Crews, D.J. & Landers, D.M. (1987). A meta-analytic review of aerobic fitness and reactivity to psychosocial stressors. Medicine and Science in Sports and Exercise, 19 (5), 114-120.

[4] Hollmann, W. & Strüder, H. (2003). Gehirngesundheit, -leistungsfähigkeit und körperliche Aktivität. Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin, 54 (9), 265-266.

[5] Kraus, W.E. et al. (2002). Effects of the amount and intensity of exercise on plasma lipoproteins. New England Journal of Medicine, 347 (19), 1483-1492.

[6] Lee, C.D. et al. (2003). Physical activity and stroke risk: a meta-analysis. Stroke, 34 (10), 2475-2481.

[7] Shaw, K. et al. (2006). Exercise for overweight or obesity. Cochrane Database of Systematic Reviews, 18 (4), CD003817.

[8] USDHHS – U. S. Department of Health and Human Services (2008). Physical Activity Guidelines Advisory Committee Report. Washington D.C.