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03. Mai 2017 erstellt in Volkswirtschaftlicher Nutzen

Die ökonomischen Auswirkungen moderater körperlicher Aktivität bei Personen mit und ohne Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Dreißig Minuten moderarte körperliche Aktivität reduzieren nicht nur das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Nach einer Studie von Valero-Elizondo et al. (2016), die im Journal of American Heart Association publiziert wurde, reduzieren dreißig Minuten moderarte körperliche Aktivität pro Tag nicht nur das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sondern auch die medizinischen Kosten eines amerikanischen Erwachsenen um durchschnittlich 2.500 $ pro Jahr.
Die Studie basiert auf Daten einer nationalen Umfrage, die im Jahr 2012 von einer Gruppe von Forschern verschiedener amerikanischer Hochschulen gesammelt wurden. Die Forscher stellten bei 26.000 amerikanischen Erwachsenen das individuelle Bewegungsverhalten den medizinischen Kosten der Einzelperson gegenüber.

Dabei untergliederten sie die Forschungsgruppe im ersten Schritt in Personen mit und ohne Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Im zweiten Schritt  teilten sie beide Personengruppen wiederum in Personen, die regelmäßig mit moderater Intensität körperlich aktiv sind (bspw. 30 Minuten „Gehen“ an fünf Tagen pro Woche) und Personen mit geringerer körperlicher Aktivität auf. Sie  untersuchten die Gruppen isoliert und verglichen sie miteinander.
Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die das Maß an moderater körperlicher Aktivität erfüllten, im Durchschnitt 2.500 $ pro Jahr an medizinischen Kosten einsparen. Menschen ohne Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die dieses wöchentliche Bewegungspensum nicht erreichten und höchstens einen weiteren Risikofaktor, wie Rauchen oder zu hohe Cholesterinwerte hatten, sparen nach ihren Untersuchungen durchschnittlich 500 $ an medizinischen Kosten im Jahr ein.

Link zur Studie: http://jaha.ahajournals.org/content/5/9/e003614.full