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15. Juni 2016 erstellt in Betriebliches Gesundheitsmanagement

Pendlermobilität, Stresserleben und Gesundheit – Pendler als Zielgruppe im Betrieblichen Gesundheitsmanagement

Mobilität wird zunehmend von Arbeitnehmern in der Berufswelt erwartet. Tägliches Berufspendeln oder Auswärtsübernachtungen bei Geschäftsreisen, gewinnt zunehmend an Bedeutung. Rüger & Schulze (2015) untersuchten verschiedene Formen zirkulärer berufsbezogener Mobilität mit der subjektiven Gesundheit und dem Stresserleben. Die untersuchten Mobilitätsformen waren tägliches Fernpendeln (mindestens 60 Minuten einfache Fahrzeit zur Arbeitsstätte, Vari-Mobilität (mindestens 60 berufsbezogene Auswärtsübernachtungen in den vergangenen 12 Monaten), sowie Multimobilität (Kombination aus mindestens zwei Mobilitätsformen). Bei den Ergebnissen zeigen sich negative Gesundheitseffekte des Fernpendelns sowie erhöhtes Stresserleben bei Multimobilität lediglich bei Frauen. Für Fernpendeln und Vari-Mobilität lassen sich erhöhte Beanspruchungen insbesondere bei Personen mit Kindern nachweisen, wohingegen das Fernpendeln sowohl für jüngere als auch ältere Erwerbstätige mit nachteiligen Effekten verbunden ist. Daher sollten Pendler als Zielgruppe von Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung ins Visier genommen werden.

Link zur Datenbank:

 

http://link.springer.com/article/10.1007/s11553-015-0521-2