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05. Juni 2015 erstellt in Ernährung

Pflanzliches und tierisches Eiweiß senkt den Blutdruck

Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Harvard Universität in Boston erforschen die langfristigen Zusammenhänge zwischen dem Eiweißkonsum und dem Blutdruck bei Teilnehmern der Framingham Offspring Study. Darin werden die Nachkommen der Probanden der ersten Framingham-Studie zur Herz- und Gefäßgesundheit beobachtet und untersucht.

Bei dieser prospektiven Kohortenstudie wurden Daten auf Basis von ein bis zwei Ernährungsprotokollen erhoben, die jeweils über drei Tage geführt wurden. Die Auswertung erfolgte unter Berücksichtigung verschiedener Kriterien wie Alter, Geschlecht, Rauchen, Fettanteil und BMI. Alle vier Jahre wurden standardisierte Blutdruckmessungen durchgeführt. Untersucht wurden 1.361 Probanden beiderlei Geschlechts, die zu Beginn der über 11,3 Jahre laufenden Studie zwischen 30 und 54 Jahre alt waren und weder Bluthochdruck noch Diabetes oder kardiovaskuläre Erkrankungen hatten.

Ergebnis war, dass ein höherer Proteinverzehr mit geringeren Blutdruckwerten - sowohl systolisch als auch diastolisch - einherging. Das relative Risiko, Bluthochdruck zu entwickeln, sank bei einer Höchstmenge von 103 g Protein pro Tag im Vergleich zu den niedrigsten Proteinmengen (58 g/ Tag) signifikant um 40 % (95 % CI, 0,45–0,78). Dabei gab es keine Unterschiede zwischen Männern und Frauen, Normal- und Übergewichtigen oder zwischen tierischem und pflanzlichem Protein. Noch mehr profitierten diejenigen, die zusätzlich zur höheren Eiweißzufuhr auch noch mehr Ballaststoffe aßen. Sie verringerten ihr relatives Risiko für Bluthochdruck sogar um 51 % (95 % CI, 0,37–0,66).

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Link zur Datenbank Pubmed (Volltext der Publikation ist kostenpflichtig):

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25194158